Mathematischer Aufmerksamkeitstest mit Excel 2007

Microsoft hat das neue Excel 2007 eigens um ein Feature erweitert, mit dessen Hilfe Lehrer auf der ganzen Welt die Aufmerksamkeit und die F√§higkeit zur √úberschlagsrechnung Ihrer Sch√ľler testen k√∂nnen. Oder sollte es sich doch nur um einen √§u√üerst blamablen Programmierfehler handeln?
Geben Sie in Excel 2007 in eine Zelle die Formel „= 77,1 * 850“ ein und dr√ľcken Sie die Eingabetaste, damit das Ergebnis angezeigt wird. Und ‚Äď oh seltsame Wunderwelt der Zahlen ‚Äď es wird als Zellinhalt „100000“ gemeldet. Nicht unbedingt etwas, was einer auch nur allergr√∂bsten Plausibilit√§tspr√ľfung standhalten w√ľrde. Greifen wir zum alten Taschenrechner, zeigt sich hingegen, dass das richtige Ergebnis 65636 lautet. Auch bei anderen Formeln mit dem Ergebnis 65635 oder 65636 (und einigen Zahlen um diese Werte herum) wird stattdessen von Excel der Wert 100000 angezeigt.

Betroffen sein sollen exakt sechs Zahlenwerte zwischen 65534.99999999995 und 65535, sowie sechs weitere Zahlenwerte zwischen 65535.99999999995 und 65536, die alle zu einer falschen Anzeige des Rechenergebnisses f√ľhren.

„Zellenintern“ wird zwar der richtige Wert gespeichert und bei entsprechenden Zellbez√ľgen meistens auch weitergegeben, aber nicht immer (siehe Beispieldatei). Bei Verwendung der CELL- oder TEXT-Funktionen z.B. wird aber von Excel in jedem Fall der angezeigte Wert einer Zelle weiterverwendet, und dann hat man leider Pech gehabt.

Einen kleinen √úberblick √ľber die Problemlage gibt Ihnen unsere Beispieldatei zum Herunterladen. Beachten Sie aber bitte, dass dieser Fehler nur Excel 2007 betrifft und beim √Ėffnen der Datei in einer √§lteren Excel-Versionen alles richtig angezeigt wird.

Zwar gab und gibt es in allen Versionen mehr oder weniger krude Möglichkeiten, um Excel mathematisch aufs Kreuz zu legen. Aber ein derart krasser Anzeigefehler in einem absolut alltäglichen Zahlenbereich ist doch noch einmal eine echte Überraschung. Angeblich hat Microsoft schon eine Korrektur fertig, will sie aber noch ausreichend testen.

Fein, da bleibt Ihnen vor der Einspielung der Korrektur ja noch ausreichend Zeit, die Technikgl√§ubigkeit Ihrer Sch√ľler ein wenig auf das richtige Ma√ü zurechtzustutzen.

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