Arbeitsblätter mit kopierten Texten aus dem Internet

Das Internet ist zu einem schier unerschöpflichen Fundus von Texten geworden, die man im Unterricht verwenden kann. Das ist schön. Bei der Weiterverwendung solcher Texte in eigenen Arbeitsblättern sollte man jedoch einige technische Feinheiten beachten. (Rechtliche Feinheiten gilt es unter Umständen auch zu beachten. Die sind hier aber nicht das Thema.)

Ich muss ein klein wenig ausholen: Auf nahezu allen Web-Seiten werden unsichtbare Tabellen für das Layout verwendet, also für die grafische Aufteilung der Seite in Textspalten und zur Abgrenzung von Text und anderen Elementen. Unsichtbar bleibt die Tabellenstruktur für den Besucher deshalb, weil keine Rahmenlinien angezeigt werden. Die tabellarische Layout-Struktur von Web-Seiten ist übrigens auch der Grund dafür, dass man oft Schwierigkeiten hat, ganz genau die gewünschten Textbereiche und sonst nichts zu markieren und zu kopieren.

Wenn man nun kopierte Bereiche aus einer Web-Seite in ein eigenes Arbeitsblatt einfügen will, sollte man dies in Word (oder anderen Textprogrammen) nicht einfach per Bearbeiten-Einfügen oder per Klick auf das Klemmbrett-Symbol tun. Dann wird nämlich die ganze verborgene Tabellenstruktur des kopierten Bereichs mit eingefügt.

Das ist in aller Regel extrem lästig. Zarb z.B. mag solche verborgenen Tabellenstrukturen überhaupt nicht. Aber viel schlimmer – schon der automatische Zeilenumbruch funktioniert damit nicht mehr. Dieses nur scheinbar simple Feature von Textprogrammen ist zugleich einer der bedeutendsten Vorteile gegenüber der alten Schreibmaschine.

Wollen wir zur Schreibmaschine zurück? Nicht wirklich! Also, was tun? Die Lösung ist ganz einfach. Hier der ganze Vorgang schrittweise:

  • Gewünschten Bereich der Web-Seite markieren und kopieren
  • In Word im Menü „Bearbeiten“ den Punkt „Inhalte einfügen…“ wählen
    (statt „Einfügen“ oder Klemmbrett-Symbol!)
  • Im folgenden Dialogfeld „Unformatierten Unicode-Text“ wählen. Fertig!

Noch ein Hinweis: „Inhalte einfügen…“ ist im Menü „Bearbeiten“ der nächste Punkt unter „Einfügen“. Ist dieser Punkt im Menü „Bearbeiten“ nicht sichtbar, dann einen Moment warten. Er wird mit etwas Verzögerung schon noch erscheinen. Viel praktischer: Wer immer alle Menü-Punkte sofort sichtbar haben will, aktiviert im Menü „Extras“ unter „Anpassen“ auf dem Kartenreiter „Optionen“ das Auswahlkästchen bei „Menüs immer vollständig anzeigen“.

Na, dann – fröhliches Kopieren!

(Übrigens: Kommentare, Fragen und Anregungen sind herzlich willkommen! Nicht nur hier, sondern gern auch per E-Mail.)

Eine Reaktion zu “Arbeitsblätter mit kopierten Texten aus dem Internet”

  1. Hans Zybura

    Inzwischen haben wir in der aktuellen Version ZARB 4.0 daraus eine eigene kleine Funktion gemacht, die auch noch gewisse Vorteile gegenüber dem oben skizzierten Weg hat. Ein Klick auf das Symbol „Internettext einfügen“ genügt, um einen zuvor auf einer Webseite markierten und kopierten Textbereich in Word einzufügen.